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ULTIMATUM AKTIV
DATEN GELEAKT
Cyberangriff auf das Land Berlin · Rhysida Ransomware-Gruppe

Berlin: Poor, but compromised!

Die Hacker-Gruppe Rhysida behauptet, im August 2026 rund 5,79 TB Daten aus dem Berliner Landesnetz erbeutet zu haben, und droht mit deren Veröffentlichung. Das Land Berlin hat eine Lösegeldzahlung öffentlich abgelehnt.

Frist bis zur Veröffentlichung 04.09.2026 · 15:35 Uhr (MESZ)
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Zeit bis zum verstreichen des von Rhysida gesetzten Ultimatums
Einordnung: Die auf dieser Seite dargestellten Mengen- und Kategorienangaben stammen ausschließlich aus der Selbstdarstellung der TĂ€ter auf ihrer Leak-Site. Berliner Behörden haben den Datendiebstahl bestĂ€tigt, die konkreten Zahlen von Rhysida bislang aber nicht unabhĂ€ngig verifiziert. Alle Angaben sind entsprechend als unbestĂ€tigte Behauptungen der Angreifer zu lesen.
Quellen:
https://www.watchguard.com/wgrd-security-hub/ransomware-tracker/rhysida
https://www.ransomware.live/group/rhysida
http://rhysidafc6lm7qa2mkiukbezh7zuth3i4wof4mh2audkymscjm6yegad.onion
http://rhysidafohrhyy2aszi7bm32tnjat5xri65fopcxkdfxhi4tidsg7cad.onion
Behauptete Beute

Was Rhysida erbeutet haben will

Nach eigenen Angaben der Gruppe wurden rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 5,79 TB aus dem Landesnetz Berlins kopiert, bevor betroffene Bereiche vom Netz getrennt wurden.

5,79 TB
Gesamtvolumen der Daten
≈ 1,44 Mio.
gescannte Dateien
3.226
Vertraulichkeitsvereinbarungen (NDA)
16.389
E-Mail-Adressen
11.963
Telefonnummern
12.076
betroffene Personen
148
IBANs

Zugangsdaten im Klartext

  • GebĂ€udeAtlas: Datenbank zu Liegenschaften
  • PAYONE: ePayment-Zahlungsdatenbank
  • Persönliche „Passwort-Tresore"
  • Zugangsdaten aus der Verwaltungsspitze

Als Verschlusssache eingestuftes Material

  • Protokolle von Bundesrats-AusschĂŒssen samt Schriftverkehr zur Deklassifizierung
  • Daten aus dem Bereich Geheimschutz
  • Aktuelle Pass- und Ausweiskopien aus Personalakten und „GI-Vertraulich"-BestĂ€nden

Massendaten

  • Personalakten (>5.000), Gehaltsdaten (Convotis), BußgeldvorgĂ€nge (>5.000)
  • SQL-Dumps des Postbuchs, Zeitraum 2020–2026, sowie PST-Archive

KRITIS-Bezug & Private Daten

  • Schwachstellenanalysen zur Berliner Wasserversorgung (KRITIS)
  • Private Daten der Leitungsebene (IBANs, Ausweisdaten, Bankkarte)
Einordnung des Vorfalls

Hintergrund zum Angriff auf Berlin

Öffentlich bestĂ€tigte und berichtete Informationen rund um Angriff, TĂ€ter und Reaktion der Stadt.

ZEITLEISTE

Entdeckung und Netztrennung

AuffĂ€lliger Datenabfluss wurde Anfang August 2026 bemerkt; betroffene Fachbereiche wurden rund eine Woche spĂ€ter vom zentralen Landesnetz getrennt. Dieses Zeitfenster gilt als möglicher Grund fĂŒr den Umfang der abgeflossenen Daten.

August 2026
BETROFFENE STELLEN

Senatsverwaltungen im Fokus

Berichten zufolge waren unter anderem Bereiche der Senatsverwaltung fĂŒr MobilitĂ€t, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie fĂŒr Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen betroffen — Letzteres mit Auswirkungen auf die Bearbeitung von WohngeldantrĂ€gen.

FORDERUNG

30 Bitcoin Lösegeldforderung

Die Angreifer sollen rund 30 Bitcoin — umgerechnet etwa zwei Millionen Euro — gefordert haben. Der Regierende BĂŒrgermeister und die Innensenatorin erklĂ€rten nach einer Senatssondersitzung, Berlin lasse sich nicht erpressen.

TÄTERGRUPPE

Wer ist Rhysida?

Rhysida ist eine seit 2023 aktive Ransomware-as-a-Service-Gruppe, die auf doppelte Erpressung setzt: VerschlĂŒsselung plus Drohung mit Datenveröffentlichung. FrĂŒhere Ziele reichten von der British Library ĂŒber die Stadt Stuttgart bis zu US-Gesundheitseinrichtungen.

REAKTION

Offizielle BestÀtigung

Die Senatskanzlei bestĂ€tigte den Vorfall und erklĂ€rte, der Berliner Datenschutzbeauftragte sowie das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wĂŒrden fortlaufend informiert.

WAHLBEZUG

Keine Gefahr fĂŒr die Wahl

Die Innensenatorin erklĂ€rte, nach aktuellem Kenntnisstand seien keine fĂŒr die Abgeordnetenhauswahl relevanten Bereiche betroffen; die Wahlinfrastruktur werde als sicher eingestuft.

EinschÀtzung einer KI

Im Vergleich zu den grĂ¶ĂŸten Cyberangriffen der Geschichte ist der Berliner Vorfall sehr schwerwiegend fĂŒr Deutschland, aber nicht einer der grĂ¶ĂŸten weltweit. Entscheidend ist dabei weniger die reine Datenmenge (5,7 TB), sondern wer betroffen ist und welche Daten abgeflossen sind.

Vergleich innerhalb Deutschlands durch eine KI

Der Berliner Angriff dĂŒrfte zu den gravierendsten CybervorfĂ€llen gegen eine deutsche Landesverwaltung zĂ€hlen. Vergleichbare FĂ€lle waren beispielsweise:

  • der Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld (2021),
  • Angriffe auf mehrere UniversitĂ€ten,
  • Angriffe auf Stadtverwaltungen wie Potsdam oder Schwerin,
  • sowie frĂŒhere Attacken auf Stuttgart, die ebenfalls der Gruppe Rhysida zugeschrieben werden.

GesamteinschÀtzung einer KI

Weltweit wĂŒrde ich den Berliner Vorfall nicht zu den Top-10 der grĂ¶ĂŸten Datenlecks zĂ€hlen. Hinsichtlich der staatlichen Bedeutung fĂŒr Deutschland gehört er jedoch zu den schwersten bekannten Cyberangriffen der letzten Jahre.